ersteinmal nachträglich frohe weihnachten und ein gutes neues jahr ihr daheim. und dankeschön ans christkind für die gschenke und die vielen lieben grüße.
weihnachten habe ich wie schon angesprochen klassisch anthroposophisch gefeiert. es war sehr interessant es auf eine andere art und weise kennen zu lernen. columba-house war das einzige haus in der community in dem alle villager über weihnachten nicht nach hause gefahren sind. somit war die bude voll, da ja auch mein pa zu besuch war. wir hatten um weihnachten drei echt harte wochen. es war der kälteste winter seit 50 jahren in nordirland. stellenweise unter -20 grad. unvorstellbar in einem land indem die infrastruktur absolut nicht darauf ausgerichtete ist. es werden eh einige mitbekommen haben, dass in belfast zeitweise die wasserversorgung tagelang ausgefallen ist und öffentliche notversorgung eingerichtet wurde. in der community hat es auch 3 häuser getroffen die ohne wasser auskommen haben müssen, aber man hat auch diese situation gelöst.
weihnachten selber wurde traditionell mit truthahn gefeiert. geschenke gab es erst am 25 dezember.
den neujahrsabend haben wir mit einem großen community-quiz verbracht. im anschluss gab es einen neujahrsgottesdienst, wodurch wir co-worker erst um halb 1 gemeinsam in porter-cabin auf das neue jahr anstoßen konnten. naja trotzdem war es im nachhinein eine gudde nacht, deren leidtragende die kühe am gleichen morgen beim melken waren- so oft wurde denen wahrscheinlich noch nie in die zitzen gezwickt ;).
das leben selber geht voran. nachdem ich die letzten 5 wochen meine days off daheim verbracht habe, immer bis mittag faul im bett gelegen und kaum produktives zustande gebracht habe, bin ich gestern mal wieder ab nach belfast. ein paar gemütliche pubs, eine gallerie mit einer sehr eigenen ausstellung und ein alternativer workshop standen auf dem programm. speziell der workshop war immens. st.lawrence workshop in der nähe der queens university bietet ungefähr 10 künstlern platzt sich kreativ auszutoben. von selbstgebauten fahrrädern über steinskulputren zu sektgläsern und holzstühlen, alles aus recycletem material. hippies, zurückgeblieben aus den 60er jahren mit krasser kommunistischer einstellung. diese 2 stunden, die ich mit ihnen zusammen tee getrunken hab waren so interessant,lustig aber doch mit vorsicht zu genießen.
Man erfährt zum beispiel dass millionen nun in das wassersystems belfast gepumpt werden, wegen den problemen der letzten wochen, sich aber immernoch einmal die woche ein jugendlicher in belfast das leben nimmt. grund ist hoffnungslosigkeit, da die wirtschaftliche situation nordirlands und nun ja auch der republik dramatisch ist. interessant ist auch weiterhin wie die bewohner belfasts zu den troubles und dem peace-process stehen. man hört die verschiedensten meinungen in den gesprächen. schauts euch dazu mal dieses video an, es ist auf englisch mit schönem nordirischen akzent und gibt ein gutes bild über die situation belfasts heute ab : http://www.youtube.com/watch?v=W4RZ73gNom8&feature=geosearch
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen